Proof of Reserves (PoR)

Kurz erklärt: Proof of Reserves (PoR, deutsch etwa „Nachweis der Reserven“) ist ein Verfahren, mit dem zentrale Krypto-Dienstleister wie Börsen nachweisen sollen, dass sie ausreichende Vermögenswerte zur Deckung der Kundeneinlagen halten. Es stützt sich häufig auf kryptografische Methoden wie Merkle-Baeume. Hintergrund Zentrale Handelsplattformen verwahren Kundenguthaben in eigener Kontrolle. Nutzer können von aussen nicht ohne Weiteres […]

Merkle Proof

Kurz erklärt: Ein Merkle Proof (auch Merkle-Nachweis oder Inklusionsbeweis) ist ein kryptografisches Verfahren, mit dem sich effizient belegen lässt, dass ein bestimmtes Datenelement Teil eines Merkle-Baums ist, ohne den gesamten Datensatz kennen zu müssen. Es ist ein grundlegender Baustein vieler Blockchain-Systeme. Herkunft und Grundlagen Der zugrundeliegende Merkle-Baum (auch Hash-Baum) wurde nach dem US-amerikanischen Kryptografen Ralph […]

Soulbound Token (SBT)

Kurz erklärt: Ein Soulbound Token (SBT) ist ein nicht übertragbarer, dauerhaft an eine bestimmte Wallet („Soul“) gebundener Token. Das Konzept wurde 2022 massgeblich von Vitalik Buterin geprägt und dient dazu, Identität, Mitgliedschaften oder Qualifikationen auf einer Blockchain abzubilden. Herkunft des Begriffs Der Begriff soulbound stammt ursprünglich aus Computerspielen, in denen bestimmte Gegenstände fest an eine […]

Account Abstraction

Kurz erklärt: Account Abstraction (deutsch etwa „Konten-Abstraktion“) bezeichnet in Blockchain-Netzwerken wie Ethereum das Konzept, Nutzerkonten programmierbar zu gestalten und die strikte Trennung zwischen von Nutzern kontrollierten Konten und Smart Contracts aufzuheben. Hintergrund und Problemstellung In Ethereum gab es traditionell zwei Kontenarten: von privaten Schlüsseln kontrollierte Konten (Externally Owned Accounts, EOA) und Smart-Contract-Konten. Transaktionen konnten nur […]

ERC-4337 (Account Abstraction)

Kurz erklärt: ERC-4337 ist ein 2021 vorgeschlagener und im März 2023 aktivierter Ethereum-Standard, der sogenannte Account Abstraction einführt. Er erlaubt es, Nutzerkonten als programmierbare Smart Contracts zu betreiben, ohne dass eine Änderung am Ethereum-Konsensprotokoll nötig ist. Hintergrund und Motivation Ethereum kennt traditionell zwei Kontotypen: extern besessene Konten (EOAs), die durch einen privaten Schlüssel gesteuert werden, […]

Paymaster

Kurz erklärt: Ein Paymaster ist ein Smart Contract innerhalb des Ethereum-Standards ERC-4337, der Transaktionsgebühren (Gas) im Namen von Nutzern bezahlen oder in alternativen Zahlungsmitteln abrechnen kann. Er ermöglicht damit gasfreie oder gassponserte Interaktionen. Zweck und Einordnung Bei klassischen Ethereum-Transaktionen muss der ausführende Account die Netzwerkgebühren zwingend in Ether (ETH) begleichen. Dies stellt für neue Nutzer […]

Liquid Staking Token

Kurz erklärt: Ein Liquid Staking Token (LST) ist ein handelbares Krypto-Token, das einen Anspruch auf im Rahmen von Liquid Staking hinterlegte Kryptowerte samt aufgelaufener Belohnungen verbrieft. Bekannte Beispiele sind stETH oder rETH. Einordnung Liquid Staking Token entstanden als Kernbestandteil des Liquid-Stakings, das ab 2020/2021 im Umfeld der Ethereum-Umstellung auf Proof-of-Stake aufkam. Der Token dient als […]

EigenLayer

Kurz erklärt: EigenLayer ist ein 2023 auf dem Ethereum-Mainnet gestartetes Protokoll, das das Konzept des Restaking etablierte. Es ermöglicht, gestaktes Ether ein zweites Mal einzusetzen, um weitere Dienste kryptoökonomisch abzusichern. Herkunft und Entwicklung EigenLayer wurde vom Unternehmen Eigen Labs entwickelt, gegründet von Sreeram Kannan. Das Protokoll ging im Juni 2023 auf dem Ethereum-Mainnet in einer […]

Liquid Staking

Kurz erklärt: Liquid Staking (deutsch etwa „liquides Staking“) bezeichnet ein Verfahren, bei dem Nutzer Kryptowerte in einem Proof-of-Stake-Netzwerk staken und im Gegenzug einen handelbaren Liquid-Staking-Token erhalten, der den hinterlegten Einsatz repräsentiert. Hintergrund Beim klassischen Staking sind hinterlegte Werte gebunden und stehen während der Stake-Dauer nicht zur Verfügung. Liquid Staking entstand, um diesen Nachteil zu beheben: […]

Modular Blockchain

Kurz erklärt: Eine modulare Blockchain ist ein Architekturansatz, bei dem die Kernaufgaben einer Blockchain – Ausführung, Konsens, Settlement und Datenverfügbarkeit – auf spezialisierte, voneinander getrennte Schichten aufgeteilt werden, statt sie in einer einzigen Kette zu vereinen. Monolithisch gegen modular Klassische Blockchains wie Bitcoin oder Ethereum in seiner ursprünglichen Form gelten als monolithisch: Eine einzige Kette […]