Kurz erklärt: Dolomite ist ein dezentrales Kredit-, Geldmarkt- und Margin-Trading-Protokoll, das ursprünglich auf dem Ethereum-Layer-2 Arbitrum gestartet wurde. Es erlaubt das Verleihen, Ausleihen und gehebelte Handeln einer Vielzahl von Krypto-Assets; der zugehörige Governance-Token trägt das Kürzel DOLO.
Herkunft und Entwicklung
Dolomite wurde vom Unternehmen Dolomite Labs entwickelt und existiert in seiner Grundidee bereits seit 2019, zunächst als dezentrale Börse. Mit dem Aufkommen von Ethereum-Layer-2-Netzwerken verlagerte das Projekt seinen Schwerpunkt und startete rund um 2022 als Geldmarkt- und Margin-Protokoll auf Arbitrum. In den Folgejahren wurde das Protokoll auf weitere Netzwerke ausgeweitet, darunter Ethereum-Mainnet, Berachain und andere EVM-kompatible Chains.
Der native Token DOLO wurde 2025 eingeführt und dient der Steuerung des Protokolls (Governance) sowie als Anreizmechanismus. Ergänzend existieren Varianten wie veDOLO (gesperrter, stimmgewichteter Token) im Rahmen eines Vote-Escrow-Modells.
Technische Funktionsweise
Dolomite kombiniert einen Geldmarkt (Lending/Borrowing) mit gehebeltem Handel innerhalb eines einzigen Systems. Ein zentrales Merkmal ist die sogenannte virtuelle Liquidität: Hinterlegte Sicherheiten können in bestimmten Fällen gleichzeitig weiter Erträge erwirtschaften (etwa Staking-Belohnungen behalten), während sie als Kreditsicherheit dienen.
- Modulare Architektur: Ein unveränderlicher Kern (Core) wird durch austauschbare Module ergänzt, wodurch neue Assets und Funktionen ohne Änderung des Kernsystems integriert werden können.
- Isolierte Positionen: Nutzer können Risiken einzelner Positionen voneinander trennen.
- Breite Asset-Unterstützung: Das Protokoll wirbt damit, eine große Zahl unterschiedlicher Token als Sicherheit zuzulassen, einschließlich zinstragender und LP-Token.
Einordnung im DeFi-Ökosystem
Dolomite steht im Wettbewerb mit anderen dezentralen Kreditprotokollen wie Aave und Compound. Gegenüber diesen positioniert es sich über die Kombination von Geldmarkt und Margin-Handel sowie die große Zahl unterstützter Sicherheiten. Da Dolomite überwiegend auf Layer-2-Netzwerken wie Arbitrum betrieben wird, profitiert es von niedrigeren Transaktionskosten gegenüber dem Ethereum-Mainnet.
Wie bei allen Smart-Contract-basierten Protokollen bestehen technische und finanzielle Risiken, unter anderem durch Programmierfehler, Liquidationen bei stark schwankenden Kursen und die generelle Volatilität des Kryptomarktes.
Häufige Fragen
Was ist Dolomite?
Dolomite ist ein dezentrales Protokoll, das Verleihen, Ausleihen und gehebeltes Handeln von Krypto-Assets in einem System vereint. Es läuft auf Arbitrum und weiteren EVM-Netzwerken.
Welcher Token gehört zu Dolomite?
Der native Token ist DOLO. Er dient der Governance und als Anreizmechanismus; ergänzend existiert eine gesperrte, stimmgewichtete Variante namens veDOLO.
Auf welchen Netzwerken läuft Dolomite?
Ursprünglich auf dem Ethereum-Layer-2 Arbitrum, später ausgeweitet auf weitere EVM-kompatible Netzwerke wie Ethereum-Mainnet und Berachain.
Was ist das Besondere an der virtuellen Liquidität?
Hinterlegte Sicherheiten können in bestimmten Fällen weiterhin Erträge erzielen, während sie gleichzeitig als Kreditsicherheit genutzt werden.
Welche Risiken bestehen bei der Nutzung?
Es bestehen die für DeFi typischen Risiken: Smart-Contract-Fehler, Liquidationen bei starken Kursbewegungen und allgemeine Marktvolatilität.
Zusammenfassung
Dolomite ist ein dezentrales Geldmarkt- und Margin-Trading-Protokoll, das auf Arbitrum startete und später auf weitere Netzwerke ausgeweitet wurde. Es kombiniert Kreditvergabe mit gehebeltem Handel und einer großen Zahl unterstützter Sicherheiten. Der Governance-Token DOLO wurde 2025 eingeführt.
Weiterführende Quellen
- Dolomite – Offizielle Dokumentation: docs.dolomite.io
- Dolomite – Projektwebsite: dolomite.io