Kurz erklärt: Blockpit ist eine Software zur Berechnung von Kryptowährungs-Steuern und zur Portfolioverfolgung mit Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen stammt aus Oesterreich und richtet sich vor allem an Privatanleger in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz.
Herkunft und Entwicklung
Blockpit wurde 2017 in Linz (Oesterreich) gegründet. Als Mitgründer und langjähriger Geschäftsführer gilt Florian Wimmer. Das Unternehmen positionierte sich von Beginn an mit Fokus auf regulatorische Konformität und die steuerlichen Anforderungen im DACH-Raum.
2021 übernahm Blockpit das deutsche Konkurrenzprodukt Cryptotax und bündelte damit Marktanteile im deutschsprachigen Segment. Der Dienst arbeitet mit einem gestaffelten Tarifmodell, das sich an der Anzahl der Transaktionen und dem gewünschten Funktionsumfang orientiert.
Funktionsweise
Blockpit importiert Transaktionsdaten aus verschiedenen Quellen und leitet daraus steuerlich relevante Vorgänge ab.
- Datenquellen: lesende API-Anbindungen an zentrale Börsen, öffentliche Wallet-Adressen für On-Chain-Daten sowie manueller Import per Datei.
- Berechnung: Ermittlung von Anschaffungskosten, Veräußerungserlösen und steuerpflichtigen Ergebnissen nach den jeweils geltenden nationalen Regeln.
- Reports: Erstellung länderspezifischer Steuerberichte, die als Grundlage für die Steuererklärung dienen.
Für die reine Datenerfassung werden keine privaten Schlüssel benötigt. Die Bewertung von Beständen in Bitcoin, Ethereum und weiteren Kryptowährungen erfolgt anhand historischer Kursdaten zum jeweiligen Transaktionszeitpunkt.
Einordnung
Blockpit gehört zur Gruppe der Krypto-Steuerwerkzeuge und steht damit in einer Reihe mit Koinly und CoinTracking. Der besondere Schwerpunkt liegt auf dem DACH-Markt und der Anpassung an dessen rechtliche Rahmenbedingungen, die durch europäische Regelwerke wie die MiCA-Verordnung zunehmend vereinheitlicht werden.
Im Unterschied zu Echtzeit-Trackern für DeFi-Positionen wie DeBank ist Blockpit auf die rückblickende steuerliche Aufbereitung ausgerichtet. Die Genauigkeit der Berichte hängt von der Vollständigkeit der importierten Daten ab; sie ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.
Häufige Fragen
Woher stammt Blockpit?
Blockpit wurde 2017 in Linz in Oesterreich gegründet. Das Unternehmen richtet sich schwerpunktmäßig an Anleger im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz.
Was hat es mit der Übernahme von Cryptotax auf sich?
2021 übernahm Blockpit das deutsche Konkurrenzprodukt Cryptotax und bündelte damit Marktanteile im DACH-Segment. Die Nutzer wurden auf die Blockpit-Plattform überführt.
Welche Daten benötigt Blockpit?
Blockpit importiert Daten über lesende Börsen-APIs, öffentliche Wallet-Adressen und Dateien. Private Schlüssel oder Auszahlungsrechte sind für die Datenerfassung nicht erforderlich.
Für welche Länder erstellt Blockpit Berichte?
Der Schwerpunkt liegt auf Deutschland, Oesterreich und der Schweiz; daneben werden weitere Länder unterstützt. Die Berechnung richtet sich nach den jeweiligen nationalen Steuerregeln.
Ersetzt Blockpit einen Steuerberater?
Nein. Blockpit bereitet Transaktionsdaten auf und erstellt Steuerberichte, ersetzt aber keine individuelle Beratung. Die Verantwortung für die Steuererklärung verbleibt beim Nutzer.
Zusammenfassung
Blockpit ist eine 2017 in Oesterreich gegründete Krypto-Steuersoftware mit Fokus auf den DACH-Raum. Sie importiert Transaktionen über APIs, öffentliche Adressen und Dateien und erstellt länderspezifische Steuerberichte. 2021 übernahm Blockpit das deutsche Produkt Cryptotax. Die Berichte ersetzen keine Steuerberatung.
Weiterführende Quellen
- Blockpit – Offizielle Website: www.blockpit.io
- Blockpit – Hilfe-Center: support.blockpit.io