Kurz erklärt: CoinTracking ist eine seit 2013 verfügbare Anwendung zur Analyse von Kryptowährungs-Portfolios und zur Erstellung von Steuerberichten. Sie zählt zu den ältesten Diensten ihrer Art und stammt aus Deutschland.
Herkunft und Geschichte
CoinTracking wurde 2013 in Deutschland gestartet und gehört damit zu den ersten spezialisierten Werkzeugen für die Auswertung von Kryptowährungs-Transaktionen. Der deutsche Ursprung spiegelt sich in einer frühen und detaillierten Unterstützung der deutschen Steuerlogik wider, weshalb der Dienst im deutschsprachigen Raum weite Verbreitung fand.
Der Betrieb erfolgt über ein Freemium-Modell: Ein kostenloses Kontingent mit begrenzter Transaktionszahl steht einem gestaffelten kostenpflichtigen Angebot mit höheren Limits und erweiterten Funktionen gegenüber. Zusätzlich existiert ein Netzwerk aus kooperierenden Steuerberatern.
Funktionen und Technik
CoinTracking führt Transaktionsdaten aus vielen Quellen zusammen und wertet sie sowohl für die Portfolioanalyse als auch für steuerliche Zwecke aus.
- Import: Anbindung an zahlreiche Börsen über lesende APIs, Einlesen öffentlicher Wallet-Adressen sowie Import per CSV und Excel.
- Bewertungsmethoden: Unterstützung mehrerer Verfahren wie FIFO, LIFO, HIFO und weiterer, um unterschiedliche nationale Anforderungen abzubilden.
- Auswertungen: Kurs- und Gewinnverläufe, Bestandsübersichten, realisierte und unrealisierte Gewinne sowie steuerliche Reports.
Für Bitcoin, Ethereum und viele weitere Netzwerke können On-Chain-Bewegungen über öffentliche Adressen erfasst werden. Für die Datenerfassung sind keine privaten Schlüssel erforderlich.
Einordnung
CoinTracking deckt sowohl die laufende Portfoliobeobachtung als auch die steuerliche Auswertung ab und positioniert sich damit breiter als reine Steuertools. In der Praxis steht der Dienst im Wettbewerb mit Koinly und Blockpit; von reinen DeFi-Trackern wie DeBank unterscheidet er sich durch den Fokus auf historische Auswertung und Steuerreports.
Wie bei allen derartigen Werkzeugen hängt die Genauigkeit der Ergebnisse von der Vollständigkeit der importierten Daten ab. Die erzeugten Berichte sind eine Grundlage für die Steuererklärung, ersetzen aber keine individuelle steuerliche Beratung.
Häufige Fragen
Seit wann gibt es CoinTracking?
CoinTracking wird seit 2013 angeboten und gehört damit zu den ältesten Werkzeugen für die Analyse und steuerliche Auswertung von Kryptowährungen. Der Dienst stammt aus Deutschland.
Welche Bewertungsmethoden unterstützt CoinTracking?
CoinTracking unterstützt mehrere Verfahren wie FIFO, LIFO und HIFO. Dadurch lassen sich unterschiedliche nationale Steueranforderungen abbilden.
Wie kommen die Transaktionsdaten in CoinTracking?
Der Import erfolgt über lesende Börsen-APIs, das Einlesen öffentlicher Wallet-Adressen sowie manuell per CSV- oder Excel-Datei. Private Schlüssel werden dafür nicht benötigt.
Ist CoinTracking kostenlos nutzbar?
Es gibt ein kostenloses Kontingent mit begrenzter Transaktionszahl. Für höhere Limits und erweiterte Funktionen sind kostenpflichtige Tarife erforderlich.
Eignet sich CoinTracking für die deutsche Steuererklärung?
CoinTracking bietet aufgrund seines deutschen Ursprungs eine detaillierte Unterstützung der deutschen Steuerlogik. Die Berichte dienen als Grundlage, ersetzen jedoch keine individuelle Steuerberatung.
Zusammenfassung
CoinTracking ist ein seit 2013 bestehendes, aus Deutschland stammendes Werkzeug zur Krypto-Portfolioanalyse und Steuerberechnung. Es importiert Daten über APIs, öffentliche Adressen und Dateien und unterstützt mehrere Bewertungsmethoden wie FIFO und LIFO. Der Dienst verbindet laufende Analyse mit steuerlichen Reports.
Weiterführende Quellen
- CoinTracking – Offizielle Website: cointracking.info
- CoinTracking – Hilfe / FAQ: cointracking.info