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Coins & Token

Kurz erklärt: Usual ist ein 2024 gestartetes DeFi-Protokoll, das den Stablecoin USD0 herausgibt. Dieser ist durch kurzlaufende, tokenisierte reale Vermögenswerte (Real World Assets), insbesondere US-Staatsanleihen, gedeckt. Zum Ökosystem gehören zudem der Governance-Token USUAL und die renditetragende Variante USD0++.

Herkunft und Idee

Usual wurde 2024 eingeführt und verfolgt den Ansatz, einen Stablecoin zu schaffen, der durch tokenisierte reale Vermögenswerte gedeckt ist und dessen Erträge an die Nutzer und Token-Inhaber verteilt werden, statt beim Emittenten zu verbleiben.

Damit positioniert sich Usual als Alternative zu zentralisierten Stablecoins, bei denen die Zinserträge aus den Reserven üblicherweise beim herausgebenden Unternehmen liegen. Das Protokoll wird primär auf Ethereum betrieben.

Token-Struktur

Das Usual-Ökosystem umfasst mehrere Token mit unterschiedlichen Funktionen:

  • USD0: ein Stablecoin, der 1:1 an den US-Dollar gebunden und durch kurzlaufende, tokenisierte reale Vermögenswerte (v. a. US-Staatsanleihen) gedeckt sein soll.
  • USD0++: eine gebundene, renditetragende Variante von USD0, die Erträge ausschüttet und typischerweise mit einer Bindungsfrist verbunden ist.
  • USUAL: der Governance- und Utility-Token des Protokolls, über den Erträge und Steuerung des Systems verteilt werden.

Funktionsweise und Verbindungen

USD0 wird durch die Hinterlegung tokenisierter realer Vermögenswerte erzeugt. Die Erträge aus den zugrunde liegenden Staatsanleihen fließen in das Protokoll und werden über USD0++ und den USUAL-Token an die Beteiligten verteilt.

Als renditetragender Stablecoin wird USD0++ häufig in weiteren DeFi-Anwendungen eingesetzt, etwa zur Renditeaufspaltung über die PT/YT-Token von Pendle. Damit steht Usual in einer Reihe mit anderen ertrags­orientierten Stablecoin-Ansätzen wie dem von Resolv.

Risiken

Zu den Risiken zählen die Abhängigkeit von den Emittenten der tokenisierten realen Vermögenswerte, Smart-Contract-Risiken sowie regulatorische Unsicherheiten rund um tokenisierte Anleihen und Stablecoins. Ein Ereignis Anfang 2025, bei dem die Einlösebedingungen von USD0++ angepasst wurden, führte zeitweise zu einer Kursabweichung und verdeutlichte die Bindungs- und Liquiditätsrisiken renditetragender Varianten.

Häufige Fragen

Was ist USD0?

USD0 ist der Stablecoin des Usual-Protokolls. Er ist an den US-Dollar gebunden und soll durch kurzlaufende, tokenisierte reale Vermögenswerte wie US-Staatsanleihen gedeckt sein.

Worin unterscheiden sich USD0 und USD0++?

USD0 ist der Basis-Stablecoin ohne Rendite. USD0++ ist eine gebundene, renditetragende Variante, die Erträge ausschüttet und in der Regel mit einer Bindungsfrist verbunden ist.

Welche Funktion hat der USUAL-Token?

USUAL ist der Governance- und Utility-Token des Protokolls. Über ihn werden Steuerungsrechte und ein Teil der im System erwirtschafteten Erträge verteilt.

Wann wurde Usual gestartet?

Das Usual-Protokoll wurde 2024 eingeführt und wird primär auf der Ethereum-Blockchain betrieben.

Welche Risiken bestehen bei USD0++?

USD0++ unterliegt Bindungs- und Liquiditätsrisiken. Anfang 2025 führte eine Anpassung der Einlösebedingungen zeitweise zu einer Kursabweichung, was diese Risiken verdeutlichte. Hinzu kommen Smart-Contract- und regulatorische Risiken.

Zusammenfassung

Usual ist ein 2024 gestartetes DeFi-Protokoll, das den durch tokenisierte US-Staatsanleihen gedeckten Stablecoin USD0 sowie dessen renditetragende Variante USD0++ und den Governance-Token USUAL herausgibt. Kern der Idee ist die Verteilung der aus den Reserven erwirtschafteten Erträge an die Nutzer. Risiken bestehen durch die zugrunde liegenden Emittenten, Smart Contracts, Bindungsfristen und regulatorische Unsicherheit.

Weiterführende Quellen

Fachlich verantwortet von David Lüdtke, Finanz Forensik GmbH. Stand: 2026-08-11. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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