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Coins & Token

Kurz erklärt: Nano (Kürzel XNO, früher NANO bzw. RaiBlocks) ist eine 2015 von Colin LeMahieu gestartete Kryptowährung, die auf schnelle und gebührenfreie digitale Zahlungen ausgelegt ist. Sie nutzt eine als Block-Lattice bezeichnete Datenstruktur statt einer klassischen einzelnen Blockchain.

Herkunft und Zielsetzung

Nano wurde 2015 unter dem Namen RaiBlocks von dem Entwickler Colin LeMahieu veröffentlicht. 2018 erfolgte die Umbenennung in Nano, 2021 die Umstellung des Ticker-Symbols von NANO auf XNO. Das erklärte Ziel des Projekts ist es, ein Zahlungsmittel für alltägliche Transaktionen bereitzustellen, das ohne Gebühren auskommt und Zahlungen nahezu sofort bestätigt.

Die anfängliche Verteilung erfolgte nicht über Mining oder einen Verkauf, sondern über ein Captcha-basiertes Faucet-System, bei dem Nutzer durch das Lösen von Aufgaben Coins erhielten. Die maximale Menge ist auf rund 133 Millionen Einheiten festgelegt und wurde vollständig ausgegeben; neue Coins werden nicht erzeugt.

Technik: Block-Lattice und ORV

Im Gegensatz zu Bitcoin, bei dem alle Transaktionen in einer gemeinsamen Kette gebündelt werden, besitzt bei Nano jedes Konto seine eigene Kette (Account-Chain). Diese Struktur wird als Block-Lattice bezeichnet. Jeder Nutzer aktualisiert nur seine eigene Kette, wodurch Transaktionen parallel und schnell verarbeitet werden können.

  • Datenstruktur: Block-Lattice (eine Kette pro Konto)
  • Konsens: Open Representative Voting (ORV)
  • Gebühren: keine
  • Energiebedarf: sehr gering, da kein Proof-of-Work-Mining

Der Konsens erfolgt über Open Representative Voting: Kontoinhaber wählen Repräsentanten (Nodes), die stellvertretend über die Gültigkeit von Transaktionen abstimmen. Da kein energieintensives Mining stattfindet, gilt Nano als vergleichsweise stromsparend.

Einordnung und Verbindungen

Nano positioniert sich als reines Zahlungsmittel und verzichtet bewusst auf Smart Contracts oder komplexe Zusatzfunktionen, wie sie etwa Ethereum bietet. Es steht damit in inhaltlicher Nähe zu anderen zahlungsorientierten Projekten wie Litecoin oder Bitcoin Cash, unterscheidet sich jedoch technisch deutlich durch die gebührenfreie Block-Lattice-Struktur.

Das Projekt wird von der Nano Foundation koordiniert. Wie alle Kryptowerte unterliegt der Kurs starken Schwankungen; dieser Eintrag ist rein informativ und stellt keine Kaufempfehlung dar.

Häufige Fragen

Was ist Nano?

Nano (XNO) ist eine 2015 gestartete Kryptowährung, die auf schnelle und gebührenfreie Zahlungen ausgelegt ist. Sie verwendet eine Block-Lattice-Struktur, bei der jedes Konto eine eigene Kette besitzt.

Warum fallen bei Nano keine Gebühren an?

Da Nano kein Proof-of-Work-Mining nutzt und jeder Nutzer nur seine eigene Kette aktualisiert, entstehen keine Miner-Belohnungen und damit keine Transaktionsgebühren. Der Konsens läuft über Open Representative Voting.

Wie hiess Nano früher?

Nano wurde 2015 unter dem Namen RaiBlocks veröffentlicht und 2018 in Nano umbenannt. 2021 wurde das Ticker-Symbol von NANO auf XNO geändert.

Wie wurden Nano-Coins verteilt?

Die Coins wurden über ein Captcha-basiertes Faucet ausgegeben, bei dem Nutzer durch das Lösen von Aufgaben Nano erhielten. Es gab kein Mining und keinen Verkauf; die Gesamtmenge ist auf rund 133 Millionen begrenzt.

Kann man mit Nano Smart Contracts erstellen?

Nein. Nano ist bewusst als reines Zahlungsmittel konzipiert und unterstützt keine Smart Contracts oder komplexen Programmfunktionen wie etwa Ethereum.

Zusammenfassung

Nano ist eine 2015 von Colin LeMahieu gestartete Kryptowährung für schnelle, gebührenfreie Zahlungen. Statt einer einzelnen Blockchain nutzt sie eine Block-Lattice-Struktur mit einer eigenen Kette pro Konto und den Konsensmechanismus Open Representative Voting. Das Projekt verzichtet bewusst auf Smart Contracts und gilt als energiesparend.

Weiterführende Quellen

Fachlich verantwortet von David Lüdtke, Finanz Forensik GmbH. Stand: 2026-08-11. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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