Kurz erklärt: Adam Back entwickelte 1997 Hashcash, ein Verfahren, das Rechenaufwand als Kostenfaktor gegen unerwünschte Nachrichten einsetzte. Bitcoin verwendet dieses Prinzip zur Sicherung der Blockreihenfolge; das Whitepaper verweist ausdrücklich darauf. Back ist zudem Mitgründer eines Unternehmens, das an Erweiterungen des Bitcoin-Netzwerks arbeitet.
Das Prinzip und seine Rolle
Hashcash verlangte vom Absender einer Nachricht den Nachweis, eine rechenintensive Aufgabe gelöst zu haben. Für eine einzelne Nachricht ist der Aufwand vernachlässigbar, für Millionen prohibitiv.
Bitcoin überträgt dieses Prinzip auf die Erzeugung von Blöcken. Wer einen Block anfügen will, muss eine solche Aufgabe lösen. Daraus ergibt sich die Eigenschaft, auf der die Sicherheit des Netzwerks beruht: Die Änderung eines zurückliegenden Blocks erfordert die Wiederholung des gesamten seither erbrachten Aufwands — und zwar schneller, als das übrige Netzwerk weiterarbeitet.
Für die Beweisführung ist das der entscheidende Punkt. Die Aussage, ein Eintrag in einer etablierten Blockchain sei praktisch nicht nachträglich veränderbar, lässt sich damit begründen — nicht als Behauptung, sondern als Rechnung: Der erforderliche Aufwand steigt mit jedem Folgeblock.
Grenzen der Aussage
Zwei Einschränkungen gehören dazu und werden häufig übergangen.
Erstens gilt die Aussage nur für Netzwerke mit erheblicher Rechenleistung. Bei kleinen Netzwerken ist eine nachträgliche Veränderung wirtschaftlich darstellbar und in mehreren Fällen tatsächlich erfolgt. Wer die Unveränderlichkeit eines Eintrags behauptet, muss daher angeben, in welchem Netzwerk er steht.
Zweitens sagt Unveränderlichkeit nichts über Richtigkeit. Eine Blockchain sichert, dass ein Eintrag nicht nachträglich geändert wurde — nicht, dass er zutraf. Wer eine falsche Angabe einträgt, hat eine dauerhaft gesicherte falsche Angabe.
Diese Unterscheidung ist bei tokenisierten Vermögenswerten und Herkunftsnachweisen zentral: Die Kette belegt den Eintrag, nicht die Tatsache dahinter.
Häufige Fragen
Warum gilt ein Eintrag in einer Blockchain als praktisch unveränderbar?
Weil eine nachträgliche Änderung die Wiederholung des gesamten seither erbrachten Rechenaufwands erfordert — und zwar schneller, als das übrige Netzwerk weiterarbeitet. Der Aufwand steigt mit jedem Folgeblock.
Gilt das für jede Blockchain?
Nein, nur für Netzwerke mit erheblicher Rechenleistung. Bei kleinen Netzwerken ist eine nachträgliche Veränderung wirtschaftlich darstellbar und mehrfach vorgekommen. Das Netzwerk ist deshalb stets zu benennen.
Belegt ein Blockchain-Eintrag, dass eine Angabe zutrifft?
Nein. Er belegt, dass die Angabe nicht nachträglich geändert wurde. Wer eine falsche Angabe einträgt, hat eine dauerhaft gesicherte falsche Angabe — bei Herkunftsnachweisen ist diese Unterscheidung zentral.
Zusammenfassung
Adam Back entwickelte mit Hashcash das Prinzip des Arbeitsnachweises, auf dem Bitcoins Sicherung der Blockreihenfolge beruht. Daraus folgt die begründbare Aussage, dass ein Eintrag praktisch nicht nachträglich veränderbar ist — allerdings nur in Netzwerken mit erheblicher Rechenleistung. Unveränderlichkeit sagt zudem nichts über die Richtigkeit des Eingetragenen.
Weiterführende Quellen
- Satoshi Nakamoto — Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System (PDF): bitcoin.org
- Europol — Internet Organised Crime Threat Assessment (IOCTA): www.europol.europa.eu