Kurz erklärt: Kaspa ist eine 2021 gestartete Proof-of-Work-Kryptowährung, die statt einer linearen Blockchain eine als blockDAG bezeichnete Struktur verwendet und dadurch sehr kurze Blockzeiten erreichen soll.
Herkunft und Start
Kaspa wurde am 7. November 2021 öffentlich gestartet. Als geistiger Kopf gilt der Informatiker Yonatan Sompolinsky, der bereits an der Forschung zu DAG-basierten Konsensprotokollen (unter anderem GHOST) beteiligt war, die auch in die Entwicklung von Ethereum einfloss.
Das Projekt legt Wert auf einen fairen Start („fair launch“): Nach Angaben des Projekts gab es keinen Premine, keine Coin-Zuteilung an Gründer und keinen ICO. Die Ausgabe der Coins erfolgt ausschliesslich über Mining. Kaspa ist als Open-Source-Projekt organisiert und wird von einer Community getragen.
GHOSTDAG und blockDAG
Kern der Technik ist das GHOSTDAG-Protokoll. Anders als eine klassische Blockchain, die genau eine Kette von Blöcken zulässt und konkurrierende Blöcke verwirft, ordnet ein blockDAG (Directed Acyclic Graph) auch parallel entstandene Blöcke in eine gemeinsame Struktur ein, statt sie zu verwerfen.
Dadurch können mehrere Blöcke pro Sekunde erzeugt werden, ohne dass die Sicherheit durch häufige „Orphan-Blöcke“ leidet. Kaspa strebte damit hohe Blockraten an und arbeitet an weiteren Erhöhungen der Blockfrequenz.
Konsens und Mining
Kaspa ist eine Proof-of-Work-Währung. Der verwendete Hash-Algorithmus kHeavyHash berechnet Hashes, um Blöcke zu finden. Wie bei Bitcoin sichern Miner durch Rechenleistung das Netzwerk; anfangs war GPU-Mining verbreitet, später wurden spezialisierte ASIC-Geräte eingesetzt.
- Konsens: Proof of Work mit GHOSTDAG-Ordnung
- Algorithmus: kHeavyHash
- Ausgabe: ausschliesslich über Mining, kein Premine
Transaktionen werden über Schlüsselpaare signiert und in einer kompatiblen Wallet verwaltet.
Einordnung
Kaspa wird dem Bereich der reinen Zahlungs- und Proof-of-Work-Kryptowährungen zugeordnet und positioniert sich technisch als Weiterentwicklung des von Bitcoin bekannten Ansatzes hin zu höheren Transaktionsgeschwindigkeiten. Der Coin wird an zentralen und dezentralen Börsen gehandelt.
Im Unterschied zu Smart-Contract-Plattformen wie Fantom oder NEO steht bei Kaspa die schnelle, dezentrale Wertübertragung im Vordergrund und weniger die Ausführung komplexer Anwendungen.
Häufige Fragen
Wann wurde Kaspa gestartet?
Kaspa ging am 7. November 2021 mit einem nach Projektangaben fairen Start ohne Premine an den Markt.
Was ist ein blockDAG?
Ein blockDAG ist eine Datenstruktur, die auch parallel erzeugte Blöcke einordnet, statt sie wie eine klassische Blockchain zu verwerfen.
Welchen Konsens nutzt Kaspa?
Kaspa nutzt Proof of Work in Kombination mit dem GHOSTDAG-Protokoll und dem Algorithmus kHeavyHash.
Kann Kaspa gemined werden?
Ja, neue Coins entstehen ausschliesslich durch Mining; ein Vorabverkauf oder Premine existiert nach Projektangaben nicht.
Wer steht hinter Kaspa?
Als massgeblicher Entwickler gilt der Informatiker Yonatan Sompolinsky; das Projekt ist Open Source und community-getrieben.
Zusammenfassung
Kaspa ist eine 2021 gestartete Proof-of-Work-Kryptowährung, die mit dem GHOSTDAG-Protokoll eine blockDAG-Struktur statt einer linearen Blockchain nutzt. Ziel ist eine hohe Blockrate bei gleichzeitiger Dezentralität. Der Coin startete ohne Premine, wird per kHeavyHash gemined und positioniert sich als schnelle Zahlungswährung.
Weiterführende Quellen
- Kaspa Offizielle Website und Dokumentation: kaspa.org
- GHOSTDAG / PHANTOM Forschungspapier (Sompolinsky et al.): eprint.iacr.org