Kurz erklärt: Der Block-Reward (Blockbelohnung) ist die Vergütung, die ein Miner oder Validator dafür erhält, dass er einen neuen Block zur Blockchain hinzufügt. Er setzt sich in der Regel aus neu erzeugten Coins (Coinbase) und den Transaktionsgebühren der im Block enthaltenen Transaktionen zusammen.
Herkunft und Funktion
Das Konzept des Block-Rewards wurde 2009 mit dem Start von Bitcoin durch die im Whitepaper beschriebene Mechanik eingeführt. Der Block-Reward erfüllt zwei Zwecke: Er dient als Anreiz, damit Teilnehmer Rechenleistung oder Kapital zur Sicherung des Netzwerks bereitstellen, und er regelt die Ausgabe neuer Einheiten einer Kryptowährung (Geldschöpfung).
Bei Bitcoin lag der anfängliche Block-Reward 2009 bei 50 BTC pro Block. Durch das sogenannte Halving halbiert sich dieser Betrag etwa alle vier Jahre, wodurch die maximale Gesamtmenge von 21 Millionen BTC asymptotisch erreicht wird.
Zusammensetzung
Ein Block-Reward besteht typischerweise aus zwei Komponenten:
- Coinbase-Betrag: Neu erzeugte Coins, die es vor diesem Block nicht gab. Sie werden in der ersten Transaktion eines Blocks (der Coinbase-Transaktion) an die Adresse des Miners gutgeschrieben.
- Transaktionsgebühren: Die Summe der Gebühren, die Nutzer für die Aufnahme ihrer Transaktionen in den Block gezahlt haben.
Bei Bitcoin sind die neu erzeugten Coins bis zu einer bestimmten Blockhöhe (dem Coinbase-Maturity-Zeitraum von 100 Blöcken) nicht ausgabefähig.
Technische Umsetzung
Beim Proof-of-Work sucht der Miner einen gültigen Hash-Wert unterhalb eines Zielwerts (Difficulty). Findet er einen gültigen Block, darf er die Coinbase-Transaktion erstellen und den Block-Reward an eine von ihm kontrollierte Adresse senden. Die Höhe des zulässigen Coinbase-Betrags ist im Protokoll fest kodiert; andere Nodes lehnen Blöcke mit zu hohem Reward ab.
Bei Proof-of-Stake-Netzwerken wie Ethereum (seit 2022) erhalten Validatoren statt eines klassischen Mining-Rewards Ausschüttungen aus Emission und Prioritätsgebühren; ein Teil der Basisgebühr wird dort verbrannt (EIP-1559).
Wirtschaftliche Bedeutung
Der Block-Reward bestimmt maßgeblich die Inflationsrate einer Kryptowährung und die Rentabilität des Minings. Sinkt der Coinbase-Anteil durch wiederkehrende Halvings, gewinnen die Transaktionsgebühren als Einnahmequelle für Miner an Bedeutung. Langfristig sollen bei Bitcoin ab etwa dem Jahr 2140, wenn keine neuen Coins mehr erzeugt werden, ausschließlich Transaktionsgebühren die Netzwerksicherung finanzieren.
Häufige Fragen
Woraus besteht der Block-Reward?
Aus neu erzeugten Coins (Coinbase) und der Summe der Transaktionsgebühren der im Block enthaltenen Transaktionen.
Wie hoch ist der Bitcoin-Block-Reward aktuell?
Nach dem Halving von 2024 beträgt er 3,125 BTC pro Block, zuzueglich Transaktionsgebühren.
Ändert sich der Block-Reward?
Ja, bei Bitcoin halbiert sich der Coinbase-Anteil etwa alle vier Jahre durch das Halving.
Erhalten auch Proof-of-Stake-Validatoren einen Block-Reward?
Sie erhalten ähnliche Ausschuettungen aus Emission und Gebühren, technisch aber ohne klassische Mining-Coinbase.
Was passiert, wenn keine neuen Coins mehr erzeugt werden?
Dann finanzieren allein die Transaktionsgebühren die Belohnung der Miner, bei Bitcoin voraussichtlich ab etwa 2140.
Zusammenfassung
Der Block-Reward ist die Belohnung für das Hinzufügen eines neuen Blocks zur Blockchain und setzt sich aus neu erzeugten Coins und Transaktionsgebühren zusammen. Er dient als Anreiz zur Netzwerksicherung und steuert die Geldschoepfung. Bei Bitcoin sinkt der Coinbase-Anteil durch das Halving stufenweise, sodass langfristig die Gebühren an Bedeutung gewinnen.
Weiterführende Quellen
- Bitcoin Wiki: Block reward (Controlled supply): en.bitcoin.it
- Wikipedia (DE): Mining (Kryptowährung): de.wikipedia.org