Erfolgreiche Sicherung von Bitcoin-Geldern bei SimpleSwap – Auszahlung an Geschädigte erfolgt

Krypto-Betrug wird von vielen Betroffenen als verloren angesehen. Zahlungen wirken anonym, Vermögenswerte verschwinden über internationale Handelsplattformen und zurück bleibt häufig nur der finanzielle Schaden. Der vorliegende Fall zeigt jedoch eindrucksvoll: Mit systematischer Aufarbeitung, technischer Analyse und der Einbindung staatlicher Stellen lassen sich auch Bitcoin sichern und erfolgreich zurückführen.

Der zugrunde liegende Sachverhalt

Im Zuge eines Betrugsdelikts wurden 0,039 Bitcoin (BTC) unberechtigt transferiert. Durch eine gezielte Auswertung der Blockchain ließ sich die maßgebliche Transaktion eindeutig zuordnen. Auf dieser Basis wurde die betreffende Exchange kontaktiert und der Sachverhalt umfassend dokumentiert und übermittelt.

Vorgehen von SimpleSwap

Das Sicherheits- und Compliance-Team von SimpleSwap reagierte schnell und kooperationsbereit. In einer offiziellen Rückmeldung bestätigte das Unternehmen, dass die betroffenen 0,039 BTC aus der identifizierten Transaktion wirksam gesperrt wurden.

Dadurch wurde verhindert, dass die Bitcoin weiter bewegt oder verschleiert werden konnten. Gleichzeitig erklärte SimpleSwap ausdrücklich die Bereitschaft zur vollständigen Zusammenarbeit mit den zuständigen Ermittlungsbehörden.

Einschaltung der Staatsanwaltschaft Berlin

Nach der Sicherung der Krypto-Werte wurden sämtliche relevanten Informationen an die Staatsanwaltschaft Berlin weitergeleitet. Dort wurden die erforderlichen strafprozessualen Maßnahmen eingeleitet. In der Folge wurden die Bitcoin formell eingefroren, eingezogen und schließlich an die geschädigte Person ausgekehrt.

Einordnung des Erfolgs

Der Fall verdeutlicht, dass Kryptowährungen keineswegs außerhalb des Rechtsrahmens stehen. Transaktionen auf der Blockchain sind nachvollziehbar, viele Handelsplattformen verfügen über belastbare Compliance-Strukturen und Strafverfolgungsbehörden können bei fundierter Zuarbeit effektiv tätig werden.

Für Betroffene ist dies eine zentrale Erkenntnis: Auch wenn die Situation zunächst aussichtslos erscheint, bestehen durchaus reale Möglichkeiten, verloren geglaubte Krypto-Vermögenswerte zurückzuerlangen.

Schlussfolgerung

Die erfolgreiche Sicherung und Rückzahlung der Bitcoin macht deutlich, dass konsequentes Vorgehen Wirkung zeigt. Wer frühzeitig reagiert, Beweise strukturiert aufbereitet und die richtigen Stellen einbindet, kann auch im Bereich des Krypto-Betrugs seine Ansprüche durchsetzen.

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David Lüdtke
David Lüdtke ist Geschäftsführer der Krypto Investigation GmbH und zertifizierter Crystal Expert (CECF, CEEI, CEUI) mit Schwerpunkt auf Blockchain- und Finanzforensik.

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