Kurz erklärt: MoonPay ist ein 2019 gegründeter Finanzdienstleister (Fiat-zu-Krypto-Gateway), der es Nutzern erlaubt, Bitcoin und andere Kryptowährungen per Kreditkarte, Banküberweisung oder anderen Zahlungsmethoden zu kaufen und zu verkaufen.
Herkunft und Unternehmen
MoonPay wurde 2019 von Ivan Soto-Wright und Victor Faramond gegründet und hat seinen Sitz in Miami (USA). Das Unternehmen betreibt eine Infrastruktur, die als Brücke zwischen dem klassischen Finanzsystem (Fiat-Währungen wie Euro oder US-Dollar) und Kryptowährungen dient. MoonPay tritt dabei nicht primär als eigene Börse gegenüber Endkunden auf, sondern stellt seine Kauf- und Verkaufsfunktion häufig als eingebettete Komponente (Widget) in Wallets, Apps und Plattformen Dritter bereit.
Funktionsweise
Der Dienst wickelt sogenannte On-Ramp- und Off-Ramp-Prozesse ab:
- On-Ramp: Nutzer bezahlen mit Fiat-Geld und erhalten Kryptowährung direkt in ihre Wallet.
- Off-Ramp: Kryptowährung wird verkauft und der Gegenwert in Fiat ausgezahlt.
Als Zahlungsmethoden werden unter anderem Kredit- und Debitkarten, Banküberweisungen sowie mobile Zahlungsdienste unterstützt. MoonPay erhebt für die Transaktionen Gebühren, die sich aus einer Dienstleistungsgebühr und einer Wechselkursspanne zusammensetzen können. Die eigentliche Verwahrung der Coins übernimmt in der Regel die verbundene Wallet oder Plattform, nicht MoonPay selbst.
Regulierung und Identitätsprüfung
Als Finanzdienstleister unterliegt MoonPay in den jeweiligen Jurisdiktionen regulatorischen Anforderungen. Vor der Nutzung ist in der Regel eine Identitätsprüfung nach dem Know-Your-Customer-Prinzip erforderlich. Damit verbunden sind Vorgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML). In der Europäischen Union fällt die Tätigkeit unter Regelwerke wie die MiCA-Verordnung und nationale Geldwäschegesetze (GwG).
Einordnung
MoonPay zählt zu einer Gruppe von Zahlungsvermittlern, die den Zugang zu Kryptowährungen für Nutzer ohne Börsenkonto vereinfachen sollen. Vergleichbare Anbieter erfüllen ähnliche Funktionen. Da MoonPay die Coins nach dem Kauf an eine vom Nutzer kontrollierte Wallet ausliefern kann, wird der Dienst häufig in Kombination mit selbstverwahrenden Wallets und Verbindungsdiensten wie WalletConnect eingesetzt. Transaktionen lassen sich anschließend über einen Block-Explorer nachvollziehen.
Häufige Fragen
Ist MoonPay eine Kryptobörse?
MoonPay ist primär ein Zahlungs-Gateway (On-/Off-Ramp), das oft in andere Apps eingebettet ist, und keine klassische Handelsbörse mit Orderbuch.
Braucht man für MoonPay eine Identitätsprüfung?
Ja. In der Regel ist eine KYC-Verifizierung erforderlich, bevor Käufe oder Verkäufe möglich sind.
Verwahrt MoonPay die gekauften Coins?
In der Regel nicht dauerhaft. Die Coins werden an die angebundene Wallet oder Plattform des Nutzers geliefert.
Welche Zahlungsmethoden unterstützt MoonPay?
Unter anderem Kredit- und Debitkarten, Banküberweisungen sowie mobile Zahlungsdienste, je nach Region.
Fallen bei MoonPay Gebühren an?
Ja. Es können eine Dienstleistungsgebühr sowie eine Wechselkursspanne anfallen.
Zusammenfassung
MoonPay ist ein 2019 gegründeter US-amerikanischer Zahlungsdienstleister, der den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen mit Fiat-Geld ermöglicht. Der Dienst wird häufig als eingebettetes Widget in Wallets und Apps genutzt und erfordert eine KYC-Identitätsprüfung. Als Finanzdienstleister unterliegt MoonPay Geldwäsche- und Aufsichtsvorgaben.
Weiterführende Quellen
- MoonPay offizielle Webseite und Dokumentation: www.moonpay.com
- BaFin: Hinweise zu Krypto-Dienstleistungen: www.bafin.de